Sonntag, 15. Februar 2015

Aktuelle Politische Situation

"Blockade" und "Hartal" ist das was uns im Moment wohl am meisten beschäftigt. 
Seit zwei Wochen ist durchgehend Hartal und für die nächste Woche ist Hartal auch schon wieder angekündigt. 
Ein brennender Bus, beworfen von Molov-Cocktails
Ich selber habe noch nie einen gesehen!
Hartal ("Hortal" gesprochen) bedeutet, dass man am besten nicht mit dem Bus oder Auto fahren sollte, auch CNGs sollten gemieden werden. An Hartaltagen werden häufig Molotov- Cocktails auf die eben genanten Fahrzeuge geworfen. Wer dahinter steckt ist nicht immer ganz klar. 
Die Zeitungen sind immer voll mit brutalen Bildern. Man fragt sich ob diese Bilder u.a. auch als Panikmache benutzt werden. Die Häufigkeit ist zumindest auffallend.
Mehr Informationen dazu gibt der angehängte Artikel von der NETZ -Webseite. 
Der "Daily Star" aus Bangladesch schreibt auf English und kann auch als Informationsquelle benutzt werden.

Was Hartal und Blockade aber nun für uns bedeutet: 
Während der gesamten Blockade muss unsere ganze Volunteer- Gruppe in Dhaka bleiben. Leider ist es aus Sicherheitsgründen nicht möglich zurück nach Rangpur zu fahren oder sogar zu fliegen. Wir schlafen die ganze Zeit in unserem Guesthouse. Durch Dhaka können wir uns an solchen Tagen aber relativ frei bewegen. Busse benutzen wir aber nicht, da diese teilweise an Blockadetagen als Angriffsziel gelten. 
An Hartaltagen sind die Einschränkungen noch größer. Wir dürfen das Guesthouse zwar verlassen aber leider nur in einem gewissen Radius. In andere Stadtteile als Dhanmondi, Mohammadpur und Lalmatia dürfen wir nicht; diese drei grenzen (fast) direkt an unser Guesthouse. 
Diese Tage sind meistens relativ eintönig. Wir arbeiten mal am Computer, mal fehlt die Motivation und mal schläft man einfach richtig lang. 

Nun stell dir das Leben hier aber mal nicht zu schlecht vor. Ich habe viele Bengalen, die ich so mehr oder weniger als Bekannte/Freunde bezeichne und mit denen ich mich manchmal in der Umgebung treffe. 
Die Gitarre ist zu meinem neuen Liebling geworden und ich übe fleißig. 
Wirklich großer Gefahr sehe ich mich nicht ausgesetzt. Eine Riksha ist so offen, dass man immer flexibel abspringen kann. Also alles nicht so schlimm. 
Es konnte ja auch nicht ewig so gut weitergehen, wie es hier für mich in Bangladesch angefangen hat.
Häufig telefoniere ich mit Mizan um ihm zu bekunden wie sehr ich ihn und unsere anderen Kollegen vermisse. Dann höre ich mal wieder wie es in Rangpur abläuft und wünsche mir dort zu sein. 
Andererseits gewöhnt man sich an das Dhaka-Leben mehr und mehr und es ist auch irgendwie gar nicht mehr so schlimm. 


Nun der Artikel:

Dienstag, 10. Februar 2015

Bei gewalttätigen Ausschreitungen sind seit dem 5. Januar 2015 über 60 Menschen in Bangladesch ums Leben gekommen. Über 1000 Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Der 5. Januar markiert den Jahrestag der Parlamentswahlen, welche die Awami-Liga (AL) Anfang 2014 deutlich gewonnen hatte. Ihr Sieg war jedoch umstritten; die Bangladesh Nationalist Party (BNP) und weitere Oppositionsparteien hatten im Vorfeld der Wahl Manipulationsvorwürfe erhoben und in der Folge diese boykottiert.

Die BNP forderte Neuwahlen unter einer neutralen Interimsregierung. Die AL weist dies stets zurück mit dem Hinweis, die Wahlen seien verfassungskonform durchgeführt worden. So rief die Oppositionsführerin Khaleda Zia am 5. Januar 2015 zu Straßenblockaden auf. Am gleichen Tag kam es trotz eines Versammlungsverbots zu Auseinandersetzungen zwischen Anhängern der regierenden AL und ihren Gegnern. Dutzende Menschen wurden verletzt. Die Straßenblockaden dauern bis heute an und rufen täglich neue Gewalt hervor. Busse werden mit Brandbomben beworfen, Fernzüge zum Entgleisen gebracht, Fährschiffe angezündet. Auch eine Schülerin aus einer von NETZ geförderten Vorschule starb, als ein Bus in Gaibandha in Flammen aufging. Mit ihren Eltern war sie auf dem Weg nach Dhaka, die dort Arbeit finden wollten; die Mutter wurde durch das Feuer schwer verletzt.

Die Blockaden haben immense Auswirkungen auf das Transportwesen und die Wirtschaft. Busse und Züge fahren nur eingeschränkt und unregelmäßig. Um ein Minimum an Mobilität sicher zu stellen, werden Fernbusse hin und wieder von Polizeieinheiten eskortiert. Güter für den täglichen Bedarf werden knapper, ihre Preise steigen, die ärmste Bevölkerung ist am stärksten davon betroffen. Viele Eltern sehen davon ab, ihre Kinder in die Schulen zu schicken. Lehrer beklagen leere Klassenzimmer.

Die Regierung beschuldigt die Opposition, für die Gewalt verantwortlich zu sein. Premierministerin Sheikh Hasina bezeichnete Oppositionsführerin Khaleda Zia als "Königin der Gewaltbereitschaft und des Terrors". Die BNP ihrerseits sieht die Schuld bei der die Regierung. So sollen bei Protestkundgebungen mehrere Mitglieder der Oppositionspartei ums Leben gekommen sein - durch Waffen der Polizeikräfte und Anhänger der regierenden Awami-Liga.

Am 6. Januar nahm die Polizei den Generalsekretär der BNP, Fakhrul Islam Alamgir, fest. Ihm würden Brandstiftung, Bombenanschläge und Vandalismus vorgeworfen, sagte ein Polizeisprecher. Mittlerweile ist er auf Bewährung auf freiem Fuß. Die Regierung macht deutlich, dass sie mit Härte gegen alle vorgehen will, "die Instabilität und Chaos verursachen". Der Chef der bangladeschischen Grenzpolizei kündigte an, vermehrt den Einsatz von Waffen anzuordnen, um Gewalt einzudämmen. Die Premierministerin wies die Sicherheitskräfte an, "nichts zu unterlassen, um die Sicherheit der Menschen und die Stabilität des Landes zu gewährleisten". Sie selbst sei für alle Aktivitäten der Sicherheitskräfte verantwortlich. Unmittelbar danach erklärte ein Minister, dass "wie in Kriegszeiten Brandstifter und Saboteure erschossen werden können". Transparency International Bangladesh äußerte Bedenken, dass durch die Aussagen führender Politiker Sicherheitskräfte einen Persilschein für jegliche Art von Gewalt erhielten, ohne Verantwortung dafür tragen zu müssen. Zudem nehmen die Verhaftungen von Oppositionellen weiter zu. Mehrere tausend Anhänger der Oppositionsparteien sind nach Medienangaben seit Beginn der Ausschreitungen verhaftet worden. Beobachter und Medien äußern sich zudem kritisch zu außergerichtlichen Hinrichtungen von Oppositionellen. Seit dem 6. Januar wurden mehr als zwanzig Oppositionelle - vornehmlich Angehörige der islamistischen Jamaat-e-Islami - im so genannten Kreuzfeuer von Sicherheitskräften erschossen.

Vom 18. bis 22. Januar wurde die Nutzung der Internet-Kommunikationsdienste Viber, Tango und WhatsApp blockiert, um die Opposition daran zu hindern, ihre Straßenblockaden über diese Plattformen zu koordinieren. Die Regierung erhöhte zudem den Druck auf Khaleda Zia; wiederholt wurde angekündigt, sie als Verantwortliche für Terror und Gewalt zu verhaften. Die Anti-Korruptionskommission kündigte an, einen Korruptionsfall von 2007 gegen sie neu aufzurollen. In der Nacht zum 1. Februar waren der Strom sowie Telefon- und Internetverbindungen in Zias Büro in Gulshanfür 19 Stundenabgestellt. Die Oppositionsführerin hält sich seit dem 3. Januar dort auf. Vom 3. bis 18. Januar stand sie unter Hausarrest.

Die Regierung lässt verlauten, sie sei zum Dialog mit der BNP bereit, wenn diese von weiterer Gewalt absehen, die Straßenblockaden beenden und sich von der Jamaat-e-Islami distanzieren würde. Die Opposition, die weiterhin die Regierung für die Gewalt verantwortlich macht, drängt auf schnellstmögliche Neuwahlen unter einer neutralen Interimsinstitution. Nur dann sei der Boden bereitet, um zu Gesprächen zusammen zu kommen. Zugeständnisse sind auf keiner Seite in Sicht.

Zivilgesellschaftliche Organisationen und Unternehmerverbände rufen die verfeindeten Parteien dazu auf, die Gewalt durch Dialog zu beenden. Menschenrechtsverteidiger beklagten, dass durch das Vorgehen der Regierung die Meinungsäußerungsfreiheit weiter eingeschränkt werde.
 Medienverbände kritisierten die Abschaltung des Fernsehsenders ETV, des ältesten Privatsenders des südasiatischen Landes, nachdem dieser eine Rede des seit 2008 im Londoner Exil lebenden Sohns der Oppositionsführerin ausgestrahlt hatte. Der ETV-Chef Abdus Salam wurde festgenommen. Begründet wurden die Maßnahmen mit der Beschwerde einer Frau, derzufolge der Sender "pornografische Bilder" von ihr veröffentlicht habe. ETV wies dies als fadenscheiniges Argument zurück. Zugleich ist Zurückhaltung unter Menschenrechtsorganisationen zu spüren. Befürchtungen, mit Kritik an der Regierung den Parteien des politischen Islam zu einem Comeback zu verhelfen oder gar als deren Unterstützer gebrandmarkt zu werden, sind verbreitet.

Die internationale Gemeinschaft zeigt sich in öffentlichen Statements "tief schockiert" ob der Todesopfer und verurteilt die Gewalt scharf. UN, EU und die USA rufen die Parteien auf, von weiteren Gewalttaten abzusehen, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen und zu einem Dialog zusammen zu kommen. Zudem sei es nicht akzeptabel, dass im Rahmen einer Sicherheitsnarrative die Freiheit der Meinungsäußerung eingeschränkt würde.

Lieben Gruß, der Paul

Ein Tag in Rangpur, damals...

Der Wecker klingelt, ich wache auf und schlummer noch eine Weile vor mich hin. Das Bett ist so warm und kuschelig - mein Zimmer so kalt. Ich raffe mich auf und koche das Wasser für die Dusche. Ich halte es nicht aus mit dem kalten Wasser zu duschen. Nach der Dusche gehe ich, wie jeden Morgen, nach oben zu meiner „House-owner-family“ frühstücken. Es gibt Rooties und Gemüse. Nach den 4 Rooties muss ich mich beeilen. 
Ich bin schon wieder spät dran. Um fünf Minuten nach neun komme ich im Office an, so wie jeden Morgen. 
Nach meiner morgendlichen Begrüßungsrunde bei allen meinen Kollegen geht es direkt los zu den Schulen. 
Klassenfoto, eines von 100 Fotos pro Schule
Heute stehen drei Schulbesuche im Gangachara Upuzila an. Meine Aufgabe ist zu den Schulen zu fahren, zu beobachten, aber vor allem Fotos zu machen. Pro Schule werden 6 verschiedene Bilder benötigt um diese für einen Report an die Spender zu verwenden. Ein Foto soll das Schulgebäude zeigen, ein anderes die ganze Klasse. Ein Foto von der Lehrerin, eines von Gruppenarbeit und ein Foto von einem einzelnen Schüler beim Lernen werden benötigt. Ein letztes Foto soll Lehrmaterialien zeigen. Während jedem Schulbesuch mache ich ca. 100 Fotos um dann am Ende die besten auszuwählen und an NETZ weiterzugeben.
Heute fahre ich mit Arif ins sog. „Field“, also zu den Schulen. Arif ist Training-Officer bei Jagorani Chakra Foundation und er gehört zu den Kollegen, die mir in der kurzen Zeit schon richtig ans Herz gewachsen sind.
Wir fahren also los, er fährt, ich sitze hinten und kann den Anblick der Landschaft genießen. Die abgeernteten Reisfelder, die vielen Fahrradfahrer, das laute Hupen, alles gehört zu meinem Bild von Rangpur, meinem neuen Zuhause. Leider kann man diesen Anblick im Dezember nicht mehr wirklich genießen, weil es einfach unglaublich kalt ist auf dem Motorrad. Die Sonne versteckt sich auch nur hinter Wolken, kommt manchmal erst um 15 Uhr durch. 

Die erste Schule ist relativ nah, 30 Minuten Fahrzeit. Sobald wir in den Klassenraum treten, werden wir respektvoll mit einem „Assalamualeikum“ begrüßt. Wir antworten „Ualeikumassalam“. Unglücklichweise trage ich immer Schnürrschuhe und brauche ein bisschen um die Schuhe auszuziehen. Dementsprechend komme ich ein bisschen zu spät in den Klassenraum und mein „Assalumaleikum“ ist meist sehr viel verhaltener als das Vorangegangene. Ich muss zugeben, dass mir dieser repektvolle Umgang, mit dem mich die Menschen Bangladeschs behandeln, sehr gefällt.

Während die Lehrerin den Unterricht etwas verunsichert weiterführt, störe ich mit meiner Fotografiererei ein bisschen. Die 27 Kinder der Schule sind vor allem an mir und meiner Kamera interessiert. Trotzdem geht die Englisch-Stunde weiter, bei der die Schüler vorgeben konzentriert bei der Sache zu sein. Eigentlich ist ein Ausländer aber viel interessanter. 
Arif, mein Kollege greift bei der Stunde häufig ein, er übernimmt den Unterricht sozusagen. Man könnte es kritisieren. Der Lehrerin kann dadurch der Respekt verloren gehen. Andererseits ist Arif der Trainer der Lehrerin und selbst sehr gut als Lehrer geeignet. Er lässt neuartige Lehrmethoden mit einfließen um das ständige Wiederholen von lautem Vorlesen aus Büchern zu vermeiden.
Frauen und Männer der Region bepflanzen
das Flussbett mit Tabak
Nach 30 Minuten fahren Arif und ich weiter. Wir erreichen den Fluss „Tista“. Die Fähre, die uns über den Fluss bringt steht schon bereit. Obwohl das Boot nicht besonders vertrauenserweckend aussieht hat es Platz für max. 4 Motorräder, ganz schön wackelig. 
Fähre über den Tista, Tabakfelder auf dem anderen Ufer
Der Tista hat ein Flussbett, dass ca. 2km breit ist. Im Dezember ist der Fluss allerdings meist nicht breiter als 50m. In Indien befindet sich ein Staudamm, der das Wasser für die indische Landwirtschaft hält, weswegen kaum Wasser nach Bangladesch fließt.
Das Flussbett selbst fasziniert mich sehr. Da es ca. 10 Monate im Jahr begehbar ist, gehört das Land verschiedenen Menschen, die dort ihre Felder bewirtschaften. Vorranging werden Gemüse und Tabak angebaut. Aber die Anbaufläche ist schwierig zu bewirtschaften, da sie vor allem sandig ist. 
Motorcross in dem sandigen Flussbett
Motorradfahren in diesem Gebiet stellt uns vor große Schwierigkeiten - teilweise steige ich ab, damit Arif das Motorrad bewegen kann. Aus irgendwelchen Gründen zieht mich diese Gegend an und ich bin hier sehr gerne. Andererseits kann ich mir vorstellen, wie schwierig es ist hier zu leben und jeden Tag die weiten sandigen Strecken zu laufen.


Wir erreichen die zweite Schule. Es ist alles sehr ähnlich nachdem ich schon ca. 50 Schulen gesehen habe, die nach dem gleichen 
Prinzip gebaut worden sind.
Da das Schulgebäude sehr dunkel ist, muss ich durchgehend mit Blitzlicht fotografieren. Nach ca. 30 Fotos überhitzt meine Kamera. Mich nervt es tierisch darauf zu warten, dass der Blitz wieder funktioniert, während ich gute Fotomotive verpasse. Ich fange an darüber nachzudenken mir eine Aufsteckblitz zu kaufen der nicht versagt.
Der Lehrer erklärt den Schülern

Nachdem Arif und ich eine letzte Schule besuchen brechen wir wieder auf um den Fluss zu überqueren. Wir warten ca. 30 Minuten bis die Fähre endlich kommt. Sie liegt sehr tief im Wasser. Als sie ankommt sehe ich, dass sie 45 Säcke mit Düngemittel geladen hat. Weitere 30 Minuten später sind wir endlich am anderen Ufer und begeben uns auf den Heimweg. Es ist schon vier Uhr und wir haben noch nicht zu Mittag gegessen. 

Wir entscheiden in Rangpur zu essen und fahren zurück zum Office. 







Dienstag, 13. Januar 2015

Hallo liebe Blogleserin und lieber Blogleser,

Der folgende Text ist eine Art Rückblick auf die letzten 4 Monate. Vielleicht wiederholt sich etwas von dem was ich vorher schon einmal beschrieben habe. Aber ich denke es sollte trotzdem interessant sein.
Sicher wollen meine Leser ab und an
ein Foto von mir sehen. Hier ist eins!
Ich lebe noch!
Wie ihr wisst, bin ich am 1. September in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs, angekommen. Die ganze Situation am Flughafen und im Flugzeug war schon ein bisschen aufregend. Man versteht dann „Oh, jetzt gibt’s kein zurück mehr“.
Der Abschied ist mir aber nicht so schwer gefallen. Der Flug war relativ entspannt und ich habe angefangen mich richtig zu freuen.  Während des Landeanflugs habe ich 
riesige überschwemmte Flächen gesehen. Ein kleiner Vorgeschmack auf die Regenzeit. 
Als unsere sechsköpfige Gruppe angekommen ist, konnten wir direkt ein kleine Brise der feuchten und warmen Nachregenzeit-Luft einatmen. 
Die ersten Eindrücke waren sehr prägend für mich und ich habe es in vollen Zügen genossen diese gigantische Stadt zu erkunden, zu erleben und ihre Menschen zu sehen. Nachdem wir eine Woche lang Besichtigungen gemacht haben und uns etwas an die Stadt gewöhnt haben, startete unser Sprachkurs in der Zweiten Woche. Der dreiwöchige, dreistündige Sprachkurs sollte uns darauf vorbereiten aufs Land zu gehen. Das Resultat war ganz gut, obwohl es für mich an Praxisübungen gemangelt hat. Viele Menschen in Dhaka sprechen Englisch und somit sind wir doch häufig auf English ausgewichen, anstatt unser gebrochenes Bengali heraus zu stottern. 
Insgesamt war der Monat in Dhaka, der am schnellsten wachsenden Stadt der Welt, sehr erfahrungsreich, spannend und hat uns schon ein bisschen auf das ländliche Leben vorbereitet. 
Mein lieber Mentor Mizan. Besonders im Urlaub merke ich,
wie sehr ich ihn vermisse und wie er mir ans Herz gewachsen ist.
Am Ende dieses Monats in Dhaka fand ein Workshop statt, an welchem die jeweiligen Mentoren aus den Nicht-Regierungs-Organisationen (NRO) teilnahmen, und somit unser erstes Kennenlernen stattfand.
Am 01.10.2014 ging es los nach Rangpur zusammen mit meinem Mentor, Mizanur Rahman. Wir saßen nebeneinander im Bus und konnten uns ein wenig austauschen. Er war mir von Anfang an sympathisch, u.a. auch dadurch, dass er mich nicht mit Fragen durchlöcherte. Unsere gute Verbindung besteht bis heute fort und er ist in meiner NRO die Ansprechperson Nummer 1. 
Die Fahrt an sich war grausam, ich habe es aber trotz lebensmüdem Fahrer geschafft ein bisschen die Augen zu schließen. Obwohl der Fahrer so schnell fuhr wie es die bengalischen Straßen zuließen, hat die Fahrt gut neun Stunden gedauert um ins knapp 400 km entfernte Rangpur zu kommen. 
Wir erreichten Rangpur im Dunkeln und fuhren direkt zu meiner Wohnung. 
Ich habe ein wirklich sehr schönes Zimmer mit blauen Wänden in dem mein Bett steht, das meiner Größe mehr als entspricht. Ein Schreibtisch und eine Ständer für meine Klamotten waren auf schon vorher vorhanden. Natürlich war ich bei dem Badezimmeranblick nicht wirklich erfreut, da dort ein Plumpsklo installiert ist, womit ich aber gerechnet hatte. Die Küche ist relativ klein, ich benutze sie aber nur selten.
Bereits am ersten Abend machte ich Bekanntschaft mit der Hausbesitzerfamilie aus meinem zweistöckigen Haus. Es sollte nicht die letzte sein. 
Kaum angekommen in Rangpur, begann die Festival-Saison in Bangladesch. Damit meine ich religiöse Festivals. Diese Festivals sind mit Weihnachten bei uns zu vergleichen. Die ganze Familie kommt zusammen aus allen Landesteilen und man isst zusammen und verbringt Zeit miteinander. Ebenso gibt es Schulferien in dieser Zeit. Unterschiede gibt es aber auch. Die Muslime feiern „Eid Mubarak“ , Tiere (Hühner, Ziegen und Kühe) werden geopfert. Die Hindus feiern „Durga Puja“, ein viertägiges Ereignis, wobei sich viele Menschen an großen Bühnen mit lauter Musik treffen und eine Party feiern. 
Der erste Monat im Büro war durchschnittlich arbeitsreich, von Überarbeitung kann nicht die Rede sein. Aber ich bin ja auch nur ein neuer Kollege, der erst einmal verstehen muss, wie alles abläuft. Die Sprachbarriere bereitet seither mehr oder wenige große Schwierigkeiten sich mit den Projektteilnehmer jeglichen Projekts gescheit zu verständigen. Bei der Sprache gibt es aber auch gute Fortschritte. Wenn ich mich alleine hinsetze und Vokabeln lerne, dann ist das effektiv und ich erkenne den Fortschritt sehr schnell.
In der Einführungsphase, dem ersten Monat, war die Arbeit relativ entspannt. 
Zum alleine Wohnen gehört auch mal das Wäsche-Waschen.
Der Zweite Monat war durch ein Ereignis besonders geprägt. Es fand das Basistraining für die Lehrer unserer Schulen statt. Das heißt: Die zukünftigen Lehrer kommen für 15 Tage in unser Bürogebäude, lernen von unserem Training-Officer Methoden für den Unterricht und wenden diese dann nach Vollendung des Trainings in den Schulen an, in denen sie arbeiten werden. Zusätzlich gibt es monatliche Fortbildungen, die sich „Monthly Refresher“ nennen und jeweils 2 Tage andauern. Es war am Anfang schon etwas erschreckend zu sehen, dass die Lehrer all das in 15 Tagen lernen müssen, was deutsche Lehrer in fünf Jahren Studium lernen. 
In meiner Organisation, die Jagorani Chakra Foundation heißt, gibt es vier verschiedene Projekte. Zwei fördern Erwachsene in Gruppen, damit diese langfristig der Armut entkommen können und zwei andere Projekte sind auf Bildung spezialisiert. 
Mein Mentor ist der „Area Coordinator“ (Chef) eines der Bildungsprojekte. Ich bin ebenfalls die meiste Zeit in diesem Projekt tätig. 
Die meisten Schulen meines Projektes sehen so aus.
Der Kern des Projektes ist die Grundschulbildung von 2.310 Kindern in Schulgebäuden, die jeweils nur eine Klasse haben. Diese Schulen werden überall dort gebaut, wo es keine staatlichen Grundschulen gibt oder die staatlichen Schulen extrem überlastet sind.
Wenn ein Durchlauf beendet ist, hängt es vom BMZ und der EU ab ,ob die Schule für weitere 4 Jahre in Betrieb genommen wird oder eben nicht. Die Langfristigkeit in diesem Projekt ist in Frage zu stellen. Ob man 2.310 Kinder einfach ohne jegliche schulische Bildung aufwachsen lässt, allerdings auch.
Ich laufe durch das trockene Flussbett
in dem die Menschen sogar ihre Felder bestellen
Damit in dem Projekt alles möglichst gut und reibungslos abläuft gibt es verschiedene Mitarbeiter. In meinem Büro sind der Area Coordinator, zwei Training-Officer und eine weitere Person für die Buchhaltung. Weiter gibt es 12 Programme Organizers, die jeweils 10 Schulen betreuen. Die 120 Schulen haben 120 Lehrerinnen und Lehrer, wobei 40 Schulen Vorschulen sind. 
Eines von 2.700 Fotos in den Schulen
im 4. Monat in Bangladesch
Häufig fahre ich mit meinen Kollegen raus aufs Land zu den Schulen, die teilweise sehr schwer zu erreichen sind. Besonders wenn man den Fluss „Tista“ überqueren will muss man mit 2 Stunden Motorradfahrzeit rechnen. Um die Schulen in den „Shores“ zu erreichen, nehmen wir erst eine Fähre und dann fahren wir durch das riesige Flussbett um die andere Seite zu erreichen. Der dritte Monat in Rangpur war besonders durch die vielen Schulbesuche geprägt. Innerhalb von zweieinhalb Wochen musste ich 22 Schulen besuchen und viele Fotos machen. Die Fotos braucht meine NRO, NETZ, um sie in mit einem Report zusammen an die Spender der jeweiligen Schulen weiterzugeben. Teilweise waren diese Touren sehr stressig, da ich bis zu 5 Schulen an einem Tag besuchte.


Auch eines der vielen Fotos.
 Die Schüler lernen auf dem Boden.
Unsere Freiwilligengruppe besteht leider nur noch aus 5 Teilnehmern. Ein Volunteer ist leider abgereist. Wir, die Verbliebenen, waren sehr traurig, hatten aber schon damit gerechnet, da wir die ganze Geschichte miterlebt hatten und viel mit ihm gesprochen haben. 

Unsere Gruppe trifft sich jeden Monat einmal in der Hauptstadt Dhaka um dort ein Teammeeting abzuhalten. Das Teammeeting ist zum reflektieren sehr gut geeignet. Wir tauschen uns viel aus. Es gibt aber auch immer ein weiteres Thema über das wir energisch diskutieren. Meist schauen wir sehr kritisch auf unsere eigene NRO aber auch auf das ganze globale Prinzp von „Geben und Nehmen“. So sehe ich meine eigene Regierung nicht als großzügig an, obwohl sie den Ländern des globalen Südens kleinere Summen an Steuergeldern gibt. Vielmehr bin ich der Meinung, dass dadurch die eigene Wirtschaft gestärkt wird, ein guter Ruf im Nehmerland geschaffen wird und letztendlich die Länder wie Bangladesch immer ein kleiner Bruder des Geberlandes bleiben werden.
In diesem Kontext empfehle ich den dreißig minütigen Film „Entwicklungshilflos?“, der bei Google sehr einfach zu finden ist.

Unser Weihnachtsessen: Ente, Fisch, Gemüse und viel Nachtisch
Schnell ging das erste Drittel meiner Zeit hier in Bangladesch um. Schon stand Weihnachten vor der Tür. Wir haben es uns richtig weihnachtlich in unserem Guesthouse eingerichtet. Glücklicherweise haben wir eine ganze Etage nur für uns allein, wo wir ungestört alles dekorieren konnten. Wir haben noch andere Freunde eingeladen, so dass wir am Ende auf 13 Mitesser kamen, die Ente in Orangensauce mit Kartoffeln und Gemüse verputzt haben. Eine Geschenkwichtelrunde zwischen unseren zwei (!) Weihnachtsbäumen haben wir auch organisiert. Letztendlich hatte jeder ein bis drei Geschenke einen, einen vollen Bauch und gute Laune. Die kleine Weihnachtsfete wurde erst gegen 6 Uhr am Morgen aufgelöst.
Kommerz am Strand: Muss auch mal sein.
Wo sollen die 40.000 Touristen denn sonst schlafen?
Aktuell sind wir im Urlaub. Für Weihnachten und Neujahr haben wir uns freie Tage genommen und haben den kalten Norden verlassen um uns im wärmeren Süden Bangladeschs zu vergnügen.
Die Region in der wir uns befinden ist das totale Touristenziel Bangladeschs und der Stolz vieler Bangladeschis. Die Namen „Cox‘s Bazar“ und „St. Martin‘s Island“ sind jedem geläufig. 
Boote im Sonnenuntergangslicht auf St. Martin
Um ehrlich zu sein es ist wirklich schön hier, besonders die wunderschöne St. Martin‘s Insel hat mir gut gefallen. Dort habe ich mit zwei weiteren Volunteers am Strand geschlafen. Cox‘s Basar ist aus meiner Sicht ein überfülltes Kommerz-Touristenziel, aber trotzdem annehmbar.

Aktuel hat sich die politische Lage in Bangladesch sehr verschlechtert. Ein Jahr nach den Präsidentschaftswahlen gibt es große Uneinigkeiten. Die Regierungspartei (Awami League) und die Oppositionspartei BNP (Bangladesch National Party) haben begonnen sich zu piesacken. 



Der südlichste Punkt Bangladeschs
Das Resultat: Seit eineinhalb Wochen gibt es eine Blockade, Rikshas, CNGs, Autos, Züge und vor allem Busse sind Ziele von gelegentlich tödlichen Anschlägen. 
Quirin, Emilia und ich
Ich persönlich bekomme wenig davon mit, nur durch die Nachrichtenseiten erfahre ich was  passiert ist.
Um unsere Sicherheit nicht zu gefährden werden wir per Flugzeug nach Dhaka gebracht, leider. Unser aktuelles Domizil, gefällt mir sehr gut und ich würde gerne den ganzen Streik hier ausharren. 

Einen lieben Gruß aus dem Urlaub in der Nähe von Cox‘s Bazar

Euer Paul 
Irgendwie ein schönes Foto, finde ich.

Häufig wird mir gesagt: "Garmani is a rich country, bangladesh is a poor country."
Das stimmt für viele Fälle aber eben nicht für alle. Es gibt auch viele reiche Bngladeschis, die meisten wohnen in Dhaka in Gulshan, Banani und Dhanmondi




Dienstag, 28. Oktober 2014

So many little things that make a difference

First, I‘m really more than OK here in Rangpur. People are friendly, the weather is warm, the food is tasty and the work is interesting because I often visit the projects. 

My idea is to write my small texts about some typical and frequent things/situations happening around me focussing on differences between Germany and Bangladesh. All these texts have a little subtitle so that you always have a little overview. 

I also request you to tell me if you are interested in one special topic. I might write again about it with more details. 
The same about the photographies. I‘d like to get some new challenges. Tell me to take a photo of whatever you want and you‘ll probably see it soon at this page or at least in Facebook. My big Photo-album with subtitles is in Facebook but I‘ll try to upload some photos here, too.



My work:
Das Bürogebäude von JCF inklusive Trainingsräumen und Schlafplätzen
Every morning the office starts at 9 o‘ clock and ends at around 5 o‘ clock.
After coming to the office I decided with my Mentor what to do today. Mostly school-visits where I make notes and give feedback etc. But I also take a lot of Photographies. These school-visits are the most interesting part so far. One day I even participated at a parents morning (Elternabend). 
Soon I‘ll get some more theoretical work like writing reports or case studies. 
Gelegentlich arbeite ich hier...
Sometimes I sit in the office and learn Bangla. 
...oder hier
The teacher-trainings are a big thing for JCF and I participate as much as possible. Especially the english-part is interesting for me and I can accompany the trainer.


Teacher training: All these persons work as a teacher in a school build by sheet (Wellblech).
They have one class and they teach this class for 4 years until the children finish their primary education.  The teachers come from the area where they teach. Their efforts could be considered as social volunteer work with a little money bonus.

The children in the school are sitting disciplined with a hill of books in front of them.



The food:
A typical meal: Rice, Dal, Vegetables and chicken
The bangladeshi food is really nice. The woman take a lot of time to prepare the food. It tastes mostly hot. Actually the people eat two or sometimes even three times a day cooked rice with some additional stuff such as „Dal“, vegetables, sauces and of course meat. I‘ve never eaten so often meat in my life before. The meat is mostly cooked with the bones, the fat etc. together. In Germany we throw away a lot, but here they use almost everything that you can eat and it takes sooo good. 
An average family in Bangladesh eats dinner at 10 pm. That‘s too late for me and I really don‘t want to become fat here, so I avoid eating in the night.

Eye-contact:
I remember several situations in Germany when people asked me if I have a problem just because I looked into their eyes for a few seconds. My experiences here a totally different. People are likely to get eye-contact with me, boys or girls, it doesn‘t really matter. That‘s really comfortable for me because I started to do the same. The people are so interesting and I want to see their faces and their colorful clothes. 

Motorcycle-tours to the field:
The office is close to my home but quite far away from the projects. My colleagues often go to the field and they always use motorcycles. I often join these tours and then I sit in the back of the motorcycle for one hour and see the landscape. 
Up to 5 person on a motorcycle
These tours are like „cinema“ for me. I just sit in the back of the motorcycle (wearing an helmet) and watch people and landscape. Bangladesh is soooooo green. Almost all space is in use. Every little place is used for some houses, for some fruit-trees, but mostly for rice-fields. 
These rice-fields are responsible for the green color everywhere. The fields are not that big as in Germany, they are often subdivided, but there are plenty of them. 
A community school with a flag.

It is such a wonderful feeling of liberty to drive trough this landscape by motorcycle. And as everyone knows it‘s also interesting to watch other people working.

The Weather: 
Since I arrived I like the current weather here. The temperature is always agreeable. I can go out with long trousers and a shirt and I feel very comfortable. Sometimes I am sweating in the sun but as I drive motorcycle a lot it‘s very windy. My skin-color has changed a bit. I am happy about it. 

Green, green, green everywhere.
The sad thing about the weather is that it is going to be very cold here. Not as cold as in Germany but the houses have no heater and the windows are not with double or triple glasses. My colleagues warned me regarding the winter. 

The language Bangla:
Bangla is the sixth most spoken language in the world but as unknown as the country, Bangladesh. The people in East Bengal, Bangladesh, and in West Bengal, a part of India, speak bangla. 
Bengali word for man
The language has one significant difference regarding german or english. The object stands before the verb. The sentence „I love you“ is „I you love“ in Bangla, „Ami tomake bhalobashi“.
To be honest it is not very easy for me to learn Bangla. The word‘s sound is mostly so different to any known word structure. So I learn vocabularies as I did in school. That‘s the only possibility for me to learn effectively. Just „listening and trying“ is not possible for me. Rarely I understand some words because they have been imported from english. 
Bengali word for woman
Sometimes I will understand if someone talks about a well-known topic such as my reasons to come to Bangladesh or the volunteer-service in general.
I have some typical sentences that I repeat fluently to introduce myself, but when people start to answer and ask question I‘m mostly over-challenged. 
The written language is impossible to read for me, it‘s like Chinese. 


Public Transport:
Rikshaw: It‘s the typical easy way to go to another place, but also quite „expensive“ for bangladeshi conditions. The bg advantage is that you have something like a coordinator. I just say the name of the place and I‘ll arrive there after some time. Rikshaw is medium comfortable.
"Auto"with (unlimited) space for people
Autorikshaw (short „Auto“): Is a three wheels vehicle with space for 6 passengers and a driver. You can also enter this „Auto“ with 8 passengers. The price is very low and they are always at the places where you need them. Mostly I pay five to ten Taka (Taka = Euro-Cent) for a normal distance in Rangpur. „Autos“ are not existing in Dhaka because they drive by electricity.
Bad quality of the photo and the bus





Bus: Local busses are existing in Dhaka but they are not needed in Rangpur. Almost every bus is totally overcrowded.
Regional and national busses are most dangerous in this country. The driving-style is horrible and they use their extremely (!) loud horns everywhere. They are the fastest on the highways and the overtake as they wish. But they are cheap. Around 6 Euro costs a ticket from Dhaka to Rangpur (380 km). 
The places on the top of the busses are much cheaper.


How much?:
I made the experience that people ask me very often about the prices for some pruducts. It doesn‘t matter if it is my MacBook, my Camera, my clothes from Germany or the stuff I bought in Bangladesh. 
The question is „Kóto Taka?“. Often I‘m ashamed to tell teh rice because it is often quite a lot in bangladeshi relation. 

The definition of work: 
I hope no one will misunderstand me regarding this topic and I don‘t want to build up an opinion. It‘s just that I realized that the work in an office is mostly a bit more relaxed than in Germany. I can‘t generalize this but I feel a difference. You have a lot of time to chat with your colleagues while drinking „Cha“. That‘s mostly very nice, but sometimes also exhausting because I‘m often interrupted when I do something. 

My Colleagues:
The colleagues at Jagorani Chakra Foundation (JCF) in Rangpur are very nice and very friendly and very open minded. I really like them a lot. I can ask them for any kind of help and they are really flexible. They see me as a colleague who has no fixed work except from getting involved into the various working areas. So they ask me if I want to go with them to the field. They want to show me a lot.
It is mostly possible to discuss everything in in English because everyone understands and speaks english more or less. 

My Mentor: 
Mizan in action explaining the children
in the primary school how to do it right.
I have a very good relation to my mentor in Rangpur. He is actually called „technical advisor“ but his name is Mizan. I‘m mostly going to the field with him because he is responsible for me. But he is also the responsible person for the non-government primary schools. He has around 120 schools which have one classroom and one teacher.
Apart from work we meet a lot in the evening. We sit together with his/our friends drink tea and talk. And at the end he brings me home by motorcycle. 

Boys and boys:
Sometimes, iI can see girls holding hands on the streets in Germany, but I rarely see boys like this. 
That‘s very different here in Bangladesh. I often see boys holding hands as well as girls. I think it is a sign of friendship but definitively no sign of homosexuality. Homosexuality is forbidden in Bangladesh.
There are various situations when people take my hand or place their hands on my knee. For example when we cross a street or sit together in an „auto“. Sometimes it‘s a little bit strange for me but I get used to these situations. 
People in Bangladesh are not that starched (steif) as they are in Germany and so it is always no problem to have body-contact with your known people and friends. 
More and more I start to like it very much because it is a strong gesture of friendship and it makes me very proud when my colleagues take me in their arms etc.



My patience for Photography: 

Since I got my DSLR-Camera I started to like photography much more than before. But in Germany there are so little interesting things compared to Bangladesh. Here I have the possibility to take millions of photos what I unfortunately do - my Laptop‘s memory is full. 
If you have any wishes what you would like to see, just ask me. I‘m always interested to take a lot of photos and I like to get new inspiration. 
Soon I‘ll buy a new zoom-lens which is still missing in my repertoire. It offers me more possibilities for nice photos. 

The beautiful dresses of the women:

Although this photo has not been taken on the street,
it shows the various colors of the clothes.
The rice-fields give the countryside a wonderful green color which is accompanied by the green banana-trees, mango-trees, palm-trees etc. But inside the city it looks colorful, too. The women with their various „Saris“ and „Saloar Kamij“ are responsible for this effect. 
They wear all kinds of colors that you can imagine. Watching a group of women is a nice situation where you can see a wave of colors shining bright in the sun. 
The men don‘t really follow this trend. Sometimes the shirts are colorful but there is a big difference regarding the dressed up women with the bracelets and bangles (Armreif).

To be a „Bideshi“:

„Bideshi“ is the Bangla word for foreigner. 
I‘m living in Rangpur since 4 weeks and I saw two unknown foreigners here. Maybe there are some more but I can‘t identify them as not from Bangladesh.
Rangpur is a City like Bielefeld and the 3rd biggest City in Bangladesh. If Rangpur has even just a few „Bideshis“ you will be able to imagine how it is in the villages on the countryside. Some people there have never seen a foreigner before in their lives.
Just too much attention for "Bideshis"
I get a lot of attention here because I‘m a foreigner. Sometimes people see me, look at me and remain in this position for a long time. On the one hand it is uncomfortable because I am not an animal in a Zoo and I also need some privacy. But on the other side I get a lot of possibilities to talk to interesting people that are „so happy so see a Bideshi“ and „just want to talk to [me] for a while“. Besides this interest bangladeshis like to help me a lot because they understand that it is not easy for me to find the right way - I can‘t read the letters.
Until now I have never had a situation when I could say that there was something like xenophobia (Ausländerfeindlichkeit). This makes me feel comfortable because I feel really welcome in this country. Sometimes, I even have the situation that people thank me that I came to their country and „help“ here.



A "Dut Tsha", black tea with milk
Drink Tea, eat Sweets:
There are a lot of things that I like a lot here, but there are some that I like even more. This is for example the tradition to drink a lot of tea. We often make a short rest with the collegues. Then we sit in a tea-shop next to the road and drink a tea. The black tea with milk is served in a very small glas but the amount of sugar in enormous. The huge amount of sugar causes the nice taste but also some big bellies. 
Besides the sweet tea there are a lot of sweets here. The sweets are called „Misti“ and they are really dangerous. The taste is extremely nice but the sugar-part is so huge. It tastes like oily sugar with some ingredients to connect it and keep it in a form. 
There are different types of „Misties“. I like „Kalojam“ the most. 







Others:
I‘m often confronted with people who tell me that „Jarmanii is ä ritsh countrii.“
I get a lot more invitations here than in my own Country. I really like it because the food I get during the visits is the best. Sometimes it‘s also a bit strange because I‘m treated as a guest of honor, but I think this is the bengali hospitality.
I experienced that the word „Friendship“ has sometimes another meaning in Bangladesh. Some people call me friend although I met them 2 minutes ago. 
Some good news. I got hundreds of brothers and sister here. Everyone is calling me brother, „Bhai“ and the girls sister, „apa“. This is really nice but you should never take it serious if someone points at a persons and tells you that he is his brother. It‘s mostly a colleagues or a neighbor. If he is much older than he/she will be called „Uncle“ or „Aunti“
The selfi- and photo- addiction also came to Bangladesh and it is somehow really annoying if people always take photos just to upload them on Facebook to get some likes.
Besides the selfies the bangladeshis like to take photos with „bideshis“. As you know they are rare. Now you can imagine that I often have to be "the" Bideshi on everyone‘s photo. 

I got a bicycle so that I can explore the City by myself. I can stop wherever I want and stay as long as I wish. That‘s really nice. 
My new Bike. The break doesn't work well, but who cares. For safety reasons I installed a torch for the night.

Samstag, 4. Oktober 2014

Arrival in Rangpur

Hey friends and family,

I arrived well in Rangpur but I start my little report some days before.
My new technical advisor and another person from my new organization called “Jagorani Chakra Foundation“ (JCF) came to Dhaka to take part of an workshop regarding the one year-vounteer-service of our group. Our group of 6 german volunteers joined this workshop later. Agata and Farjina, our mentors organized everything. At this workshop we had the possibility to get in contact with the new important persons in our lives. The other idea of this workshop was to gather expectations from both sides as well as aims and to get an little impression of my future mentors. 
All volunteers had some time to talk to their responsible persons and it was good for me. We had some topics to discuss and there was almost no shying silence. 
At the end of the workshop we saved a time and a place to meet with our technical advisors to go on the upcoming journey on the next day. I was the lucky one whose bus left at 11am whereas the other busses left at 8 am and 9 am. So I didn‘t need to hurry packing and I could say good bye to my friends. After saying good bye to the last one I tried to find an ATM but I didn‘t. I had 32 Euro left. Thats even in Bangladesh not enough if you move to another city and you want to buy some stuff there, like a stove and all the cooking stuff. I was really worrying about this situation because I really don‘t like to ask my new technical advisor (sorry for these expression, they are made by Weltwärts) for some money just after two days. By the way his name is Mizan. 
So I didn‘t find a possibility to get money and we entered the bus to Rangpur. My expectations regarding as bus in Bangladesh weren‘t that high because I saw the local busses where people sitting on the roof. That‘s the cheapest but most dangerous place. These places are not available in the long distance busses. You will understand later why even bengalis are afraid to sit on the roof of a long distance bus.
All bus-tickets for the beginning of October are sold out since two weeks. The reasons is the second Eid- festival of the muslims. I will explain this festival later. The bus-station from where we left was at the outside of Dhaka but it still took 1 1/2 hours to leave the city. It was a huge traffic, but I could sleep for some minutes. The distance is around 300 km, maybe more or less but it took 9 hours to arrive in Rangpur. The highway here is not like in Germany. The driving rules in Dhaka are really crazy but on the bus-journey I was sometimes really afraid of my life when the bus-driver overtook some other cars, mostly busses or transporters. It seemed like my bus-driver took some LSD or other drugs. No other car overtook us. I‘m used that the bus is the slowest vehicle, but our bus was the fastest. It was a race. When there was a queue he either overtook on the right or on the left side even when there was no street but some precipitous grass.
The streets were so full of cars and transporters because of the upcoming muslim event called Eid. The Eid- festival is two times a year. The upcoming one is the second around six weeks after the first one when the muslims stop fasting. There is a tradition to sacrifice animals. In Bangladesh it‘s mostly cows that are sacrificed but also goats and some chicken. Always as reasonable amount regarding your money situation. 
There were thousands of trucks on the street bringing cows from one place to another. Around 10 cows are on every small transporter. I wasn‘t really happy to see the treatment of these animals. So many animals on such a little space. All these trucks with there beautiful paintings everywhere brought cows to different places. But also a huge amount of people are moving from the cities to the villages where they are actually from. Almost everyone in Dhaka is defining his real home as his/her village where their families come from. 
After arriving in Rangpur Mizan and me went to my new flat. Rana a college lives in this house and organized that I can stay here for the upcoming 11 months. 
Arriving in my flat was a good feeling. „How will my first flat be?“ was the question that was in my mind for the last days and weeks. I had no real expectation just some hopes. 
Then finally I entered my first own flat situated in a house with 3 families. In my flat there is one room with a big bed. One window is in this room with beautiful curtains in the colors of the german flag. I don‘t know if it is intentionally but it looks very nice. An office table is next to my bed with a chair. the wall‘s color is a bright blue. I have a small kitchen where I can cook something and I have a bathroom which I accept but don‘t like. I have a bengali toilet. To be honest I hate this soo much but it‘s almost the only thing I really don‘t like. 
There is a second room in this flats. It is not yet finished but it will be soon. I wonder why I need a second room but I don‘t complain about it. Some unverified sources told me that the rent is 3.500 Taka. That‘s 35 Euro. That‘s not too much. 
The first day in the room was funny. 
The house-owners invited me to eat dinner with them. There are really friendly and open-minded as almost every bengali so far. The college living in this house also went out with me and we talked for some time. I slept at 12 although I was actually very tired because of the bus-journey. 
Office starts at 9 am and it isn‘t far from here, maybe the distance I had to go to school, 5 min. 
When everyone has arrived there I made a little introduction about myself told the new colleges that they should treat me as a college not as a foreign visitor. 
It was the last day before the holidays because of Eid. It is very similar like in school. Almost no work had to be done and we had a lot time to get in contact. There were just men working. It was confusing for me but they are really nice and in average they are really young as the whole bengali population. I can really imagine to have a lot of fun with them all over the year. I went out with some colleges to drink a tea and later I went out again for dinner. Almost all colleges have a motorcycle. The house of the organization is office and garage for motorcycles at the same time. 
Durga-Abbild
After relaxing at work I went out with Mizan and we spend 30 of my 32 Euros for my kitchen stuff. Later we went to the Durga Puja festival of the hindus. Everyone was telling us volunteers that we are lucky to arrive in this time when Puja and Eid is shortly following each other and they also told that the hindu festivals are soo colorful. That‘s true. Puja is really nice. There are different stages presenting the God Durga with a lot of arms. Everything is extremely colorful and there is traditional and modern music played by big speakers. Light-show is also existing. A wonderful thing here in Bangladesh is that the families take their children with them to the events. You always see a lot of children because more children are born then in Germany but the families take them almost everywhere. I like to see this a lot. It‘s wonderful.

She society of Rangpur seems somehow less interested in foreigners than the Dhaka society. This doesn‘t mean that I get as less attention as I get in Germany. No, but also not that much like in Dhaka. After being forced to dance on an empty stage in front of Durga with just one or sometimes two other persons, the situation changed and I got a lot of attention. I think there are 20 videos of me in Facebook now, maybe subtiteled like „Bideshi is dancing ridiculous“ (Bideshi is the bangla word for foreigner). At the beginning I was very shy but after 5 minutes I realized better try to dance as good as possible because you will find yourself on youtube and Facebook. I also didn‘t want to represent Bideshis as unable to dance. 
At the next morning I met with a person I met in Dhaka some days ago. He is from Rangpur and he showed me some parts of the city with a friend. I asked them for an ATM and finally after trying five different ones I was able to get money. Now I have my „HomieATM“ and I will never cheat on this one!
I came home again and prepared to go out with the family living in my house. They invited me to go out with them to buy a cow/bull on the special market. 
We drove there by Riksha. I was sitting on the highest place when I suddenly saw a cow running in in front of our Riksha. A running man tried to hold the bull, but he was stronger and faster, so the man felt down crashed against a house and the bull ran really fast in direction of our Riksha. My heartbeat reached 200 beats per hour remembering my camera in my hand as the most breakable thing. I was so relieved when I noticed that the angry bull is not going to crash with our Riksha. 
But anyway nice first impression when you want to go to a cow/bull-market. 
This cow-market was huge. I guess around 3.000 people were selling and buying cows there. 
A day ago I read in the newspaper that 6.500.000 cows were sacrified for the last Eid-festival. Now I understand how this is possible. All the trucks and and the cows everywhere give me a possibiltity to understand this huge number of 6.5 million.
The cow-market was somehow scarrying. Some cows were really aggressive after being beaten for the whole day while they have no space for themselves but thousands of people watching them. 
The most aggressive one for us. He will die at the 6th of october with 6 Mio. other cows.
My neighbors bought the most aggressive cow for 290 Euro. I wasn‘t so much happy about this decision but.... not my problem! While other people bring their cows to their home, someone took our cow and will bring it for the Eid-eat- day at the 6th of October. By the way „Eid“ is a very good name for this festival. The sense is that the rich families share the meat with their own family with their relatives and the poor people. Every group gets a third of the cow/bull.
In the evening I went to Puja again with another college. After some time the hindu at the same stage as yesterday convinced me to dance for two minutes. When I wanted to leave the stage he expressed that the next song is soo good and I had to dance again. The same procedure again. The same procedure again and again. I left the stage after 20 minutes instead of 2 and 70 people were watching me. By the way there were again 10 mobile phones filming me. 

I was sweating so much after this dance went home in the back of the motorcycle and started to sleep. I woke up and scratched my whole body. I hate mosquitos!!! That‘s not the first time here. That is really bad. Today I bought some screws to fix a mosquito net.

The following days are free because of Eid. I will have some time to explore the City. I got a lot of invitations for Eid, but I think I will close my eyes when they put the knife at the neck of the bull and start to move the knife. I saw a video of the last Eid. I think I don‘t need to see this in reality. 
So I will eat a lot of meat in the next days. 
That‘s how my life goes on here in Rangpur. After the holidays there will be some work for me but now it‘s still like in Dhaka,















holidays!